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Allgemeines zur Funktion der Atmung.
Atemvolumen und Atemfrequenz werden durch den Sauerstoffbedarf bestimmt.
  Atemfrequenz

Atemzug / Minute  
Atemvolumen

eingeatmete Luft / Atemzug  
Erwachsener   ca. 15   500 - 800 ml  
Jugendlicher   15 - 20   300 - 400 ml  
Schulkind  ca. 20  200 - 300 ml 
Kleinkind  ca. 25  100 - 200 ml 
Säugling  ca. 30  20 - 40 ml 
Früh- / Neugeborene   ca. 40 - 60  ca. 20 ml 

Besonders empfindlich auf Sauerstoffmangel reagiert das Gehirn. Bereits nach wenigen Minuten ohne Sauerstoff treten bleibende Schäden der Hirnzellen auf.

MERKE:
1. Ohne Sauerstoff keine Hirntätigkeit

2. Ohne Hirntätigkeit keine Atmung

3. Ohne Atmung kein Leben

Durch Sauerstoffmangel im Gehirn kommt es zu Atem- und Kreislaufstillstand.

ERKENNEN:

  • ungenügende Atmung / Atemstillstand
  • keine Atembewegungen sicht- bzw. fühlbar
  • keine Atemgeräusche hörbar
  • sichtbare Verlegung der Atemwege
  • Bläulich- blasses Aussehen, insbesondere der Lippen und Ohrläppchen

GEFAHR:
Tod durch Sauerstoffmangel! Wenn Du als Ersthelfer bei der Kontrolle der Atmung feststellst, dass der Verletzte nicht mehr atmet, musst Du unverzüglich mit der Atemspende beginnen. Es gilt, keine Zeit mit unnötigen und zeitraubenden Vorbereitungen zu vergeuden! Vielleicht bleiben nur noch Sekunden für erfolgreiche Maßnahmen.

MERKE:
Keine Verzögerung bzw. Unterbrechung der Atemspende!

Maßnahmen:
Notruf möglichst gleich nach Feststellung des Atemstillstandes veranlassen. Sichtbare Fremdkörper aus dem Mund entfernen. Es darf keine unnötige Zeit mit ausgedehnten Inspektionen des Mund / Rachenraumes vergeudet werden. Wenn Fremdkörper auf den ersten Blick erkennbar sind, müssen diese selbstverständlich vor Beginn der Beatmung entfernt werden.

Sollte durch die Überstreckung der Halses die Atmung nicht einsetzten, muss sofort mit der Atemspende begonnen werden.

  • Mund zu Nase Beatmung
  • Mund zu Mund Beatmung

Entfernen von Fremdkörpern aus dem Rachen:

Wenn beim Versuch des Beatmens die Luft offensichtlich nicht bis in die Lungen gelangt, muss mit einer groben Verlegung der Atemwege durch Fremdkörpergerechnet werden.

Mund und Rachen müssen daraufhin kontrolliert und die Fremdkörper entfernt werden.
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