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Bisher verrieten die Messung von Puls, Atmung und Blutdruck einen Lügner. US-Wissenschaftler wollen Lügendetektoren jetzt auch am Bauch anschließen. Eine gezielte Analyse der Magenmuskeln soll die Präzision der Geräte weiter verbessern, da Messungen von Puls oder Blutdruck durchaus ausgetrickst werden können, berichtet das Deutsche Grüne Kreuz. Denn: Aktivitäten des Magens verraten nach einer aktuellen Studie, die ursprünglich ein Schülerprojekt war, besser als andere Parameter, ob ein Befragter die Wahrheit spricht oder nicht.

Der Mediziner Dr. Pankaj Jay Pasricha von der University of Texas Medical Branch (UTMB) in Galveston, seine 16-jährige Tochter Thrisha und ein Forscherteam haben bei 16 Freiwilligen die Aktivität der Magenmuskulatur gemessen und festgestellt, dass das Lügen die Herzfrequenz steigert und gleichzeitig die gewöhnlichen Bewegungen des Magens verlangsamt. "Ruhe im Magen lasse damit auf Lügen schließen." Die Forscher erstellten von jedem Probanden ein EKG und ein Elektrogastrogramm (EGG), das die Bewegung der Magenwand wiedergibt. Der Grund für den Zusammenhang liege in der Kommunikation zwischen dem Gehirn und dem "Bauchhirn", wie das Nervengeflecht im Magen-Darm-Trakt auch bezeichnet wird.

In Deutschland sind Lügendetektoren als Beweismittel vor Gericht nicht zugelassen. Dies entschied der Bundesgerichtshof im Jahr 1998. Sollte man daher sein Ohr ganz nah an den Bauch seines Gegenübers halten, um eventuelle verräterische Stille im Verdauungstrakt zu erhören?"

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