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Karlsruhe/Stuttgart - Was sich in der Halbjahresbilanz schon andeutete, hat sich jetzt auch in der Bilanz für das ganze Jahr 2006 bestätigt: Die Zahl der Verkehrstoten im Land ist deutlich angestiegen. „Der Trend der vergangenen Jahre hat sich leider nicht fortgesetzt”, so Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech. Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe hat die Zahl der Verkehrstoten hingegen einen historischen Tiefstand erreicht.

Im vergangenen Jahr kamen auf den Straßen in Baden-Württemberg 681 Menschen ums Leben, eine Zunahme von 7,6 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2005, so Rech bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz am gestrigen Mittwoch, habe die Polizei im Land mit 633 Toten noch einen Tiefstand seit Bestehen der Unfallstatistik verzeichnen können. Weniger unerfreulich die Zahlen der Karlsruher Polizei für das Jahr 2006: Auf den Straßen im Stadt- und Landkreis und den dazu gehörenden Autobahnen kamen im vergangenen Jahr 38 Menschen ums Leben, ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2005: 49 Verkehrstote) und so wenig Verkehrstote wie noch nie seit Bestehen der Verkehrsunfallstatistik. „Aber natürlich”, merkt Polizeisprecher Anton Gramlich an, „sind 38 Verkehrstote immer noch 38 zuviel”.

Rech: Viele hätten - angeschnallt - überleben können

Um die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle zu verringern, werde mit aller Konsequenz gegen die Hauptunfallursachen vorgegangen, kündigte Innenminister Rech an. Eine Sonderauswertung seines Ministeriums habe ergeben, dass viele der Todesfälle vermeidbar gewesen wären. „Ich bin bestürzt über das unverantwortliche Verhalten mancher Verkehrsteilnehmer”, sagte Rech. Jeder zweite Tote sei auf überhöhe Geschwindigkeit zurückzuführen und bei jedem sechsten tödlichen Verkehrsunfall sei Alkohol im Spiel. Die Polizei, so Rech, werde bei der Verkehrsüberwachung ein noch stärkeres Augenmerk auf die Verfolgung von Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie Alkohol- und Drogenverstöße legen.

Ebenfalls bei jedem sechsten tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer sei ein Verstoß gegen die Gurtanlegepflicht festgestellt worden, berichtete Rech weiter. Dabei kämen wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Schluss, dass bis zu 70 Prozent der Verkehrstoten bei angelegtem Gurt eine realistische Überlebenschance gehabt hätten. „Auch hier sehe ich noch Sicherheitspotenzial, das wir zielgerichtet ausschöpfen werden”, sagte der Minister und kündigte weitere landesweite Gurtkontrollaktionen an.

Die Zahl der tödlich verunglückten Kinder stagniere auch weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau, so Reich weiter. Insgesamt hätten im vergangenen Jahr 19 Kinder auf den Straßen in Baden-Württemberg ihr Leben lassen müssen, eines mehr als im Vorjahr. Neben dem erheblichen Unfallrisiko für die Altersgruppe der jungen Fahrer sei auch die hohe Zahl verunglückter Senioren auffällig: Im vergangenen Jahr sei jeder fünfte Verkehrstote (162) älter als 65 Jahre gewesen. Die Mehrzahl der Senioren sei als Fußgänger verunglückt, gefolgt von Pkw-Lenkern. Wegen des demografischen Wandels, gibt der Innenminister zu bedenken, steige der Anteil der Senioren an der Wohnbevölkerung, folglich steige auch die Zahl der älteren Verkehrsteilnehmer kontinuierlich an. (ps/dab)
Quelle: ka-news.de

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