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Erhärteter Verdacht: Für Frauen, die langfristig Wechseljahrshormone schlucken, steigt das Brustkrebsrisiko.

Eine große Studie aus den USA schürt erneut die Diskussion um die Hormonersatztherapie für Frauen nach den Wechseljahren. Mediziner in Boston untersuchten diesmal vor allem den Aspekt der Langzeiteinnahme des Hormons Östrogen.

Seit 1976 nahmen an der Studie, die in der Fachzeitschrift „Archives of Internal Medicine” erscheint, rund 29 000 Frauen nach der Menopause teil, deren Gebärmutter entfernt werden musste. Während der Studiendauer von 26 Jahren entwickelten 708 Frauen, die Hormone eingenommen hatten, einen Brusttumor. In der Kontrollgruppe, die auf Präparate verzichtete, erkrankten nur 226.

Angeregtes Tumorwachstum

„Frauen die länger als 20 Jahre Östrogenpräparate nahmen, besaßen ein signifikant höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken”, lautet das Fazit der Ärzte. Gehäuft fanden sie bei dieser Gruppe Tumore, die auf ihrer Oberfläche Rezeptoren für diese Hormone besaßen, die das Wachstum der Krebsgeschwülste anregten.

Etwas bessere Resultate ergaben sich für kürzere Behandlungszeiträume. Unter Frauen, die weniger als zehn Jahre Hormone schluckten, fanden die Autoren der Studie keine Häufung von Brustkrebsfällen. Allerdings stieg in dieser Zeit bereits das Risiko für einen Schlaganfall oder eine Venen-Trombose.

In Verruf geraten

Viele Jahre galten etwa Östrogenpräparate als sinnvolle Vorbeugemaßnahme gegen Osteoporose und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Doch seit rund drei Jahren sind die Hormonpillen in Verruf geraten, weil in Studien je nach Altersgruppe und Einnahmezeitraum gehäuft Fälle von Tumoren in der Brust, in der Gebärmutterschleimhaut und den Eierstöcken nachgewiesen wurden. Statt einer Schutzwirkung gegen Herz-Kreislauf-Probleme fanden Ärzte sogar ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Die US-Mediziner empfehlen daher, eine längerfristige Hormonersatztherapie sorgfältig abzuwägen und Alternativen zu prüfen.
Quelle: focus.msn.de

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