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Chicago (ddp). Eine fettarme Ernährung allein schützt Frauen in den Wechseljahren nicht vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das ist das Fazit einer großen Studie im Rahmen der amerikanischen «Women's Health Initiative», in der der Einfluss eines verminderten Fettkonsums auf die Gesundheit von Frauen im Alter von 50 bis 79 Jahren untersucht wurde. In den gut 8 Jahren, in denen die knapp 50 000 Studienteilnehmerinnen begleitet wurden, habe sich kein signifikanter Effekt der fettarmen Ernährung auf das Herz-Kreislauf-System gezeigt, berichten die Studienleiter. Es reiche demnach offenbar nicht aus, lediglich die Fettmenge zu reduzieren, vielmehr sei es entscheidend, welche Fette konsumiert werden. Über die Studie berichten Barbara Howard von der Howard-Universität in Washington und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift «JAMA» (Bd. 295, S. 655). Zu Beginn der Studie wurden die Teilnehmerinnen zufällig in zwei Gruppen eingeteilt: Etwa 30 000 Frauen bildeten die Kontrollgruppe und erhielten keinerlei Verhaltensanweisungen. Die restlichen Teilnehmerinnen bekamen die Anweisung, maximal 20 Prozent ihrer Nahrungsenergie in Form von Fett aufzunehmen sowie mindestens fünf Mal täglich Gemüse und Obst und sechs Mal täglich Getreideprodukte zu essen. Dazu erhielten die Frauen eine intensive Schulung sowohl in Gruppensitzungen als auch in Einzelgesprächen. Während der achtjährigen Studiendauer gelang es der geschulten Gruppe, ihren Fettkonsum von zuvor knapp 38 Prozent auf etwa 29 Prozent zu senken, während die Fettmenge in der Kontrollgruppe praktisch unverändert blieb. Gleichzeitig steigerte sich der Gemüse- und Obstkonsum von etwas mehr als drei Mal auf knapp fünf Mal täglich. Im Gegensatz zu der gängigen Hypothese, eine fettarme Ernährung sei gut für Herz und Kreislauf, erlitten im Verhältnis jedoch genauso viele Frauen aus der Studiengruppe wie aus der Kontrollgruppe Schlaganfälle und Herzinfarkte, berichten die Forscher. Allerdings zeigte sich bei den Frauen, die gezielt die Menge an gesättigten Fettsäuren reduziert und besonders viel Gemüse gegessen hatten, ein deutlicher Trend in Richtung eines verminderten Risikos. Dass in der restlichen Gruppe kein signifikanter Effekt gefunden wurde, hat nach Ansicht der Wissenschaftler mehrere Gründe. So seien die Frauen schon zu Beginn der Ernährungsumstellung relativ alt gewesen, während nach neueren Erkenntnissen das Herz-Kreislauf-System bereits früh durch die Nahrung beeinflusst wird. Außerdem sei die Ernährungsumstellung nicht ganz so ausgeprägt gewesen wie erwartet. Auch seien modernere ernährungswissenschaftliche Aspekte nicht berücksichtigt worden - wie beispielsweise die Empfehlung, hauptsächlich mehrfach ungesättigte pflanzliche Fette zu essen. Genau das scheint jedoch die wichtigen Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Blutdruck und Cholesterinwerte zu beeinflussen, schreiben die Forscher.

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