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US-Forscher haben einen Weg gefunden, um die Entstehung von Prostatakrebs zu bremsen. Dazu hemmen sie freie Radikale in den Keimdrüsen.

Die Wissenschaftler haben eine biochemische Reaktionskette entdeckt, die die Entwicklung von Prostatakrebs fördert. Im Tierversuch konnten sie mit einem neuen Medikament die Kettenreaktion unterbrechen und so erstmals das Wachstum von Prostatakrebszellen blockieren.

Eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Prostatakrebs spielen reaktive Sauerstoffspezies, zu denen auch freie Radikale zählen. Diese aggressiven Moleküle erzeugen oxidativen Stress und fördern das Tumorwachstum. Schon seit Langem suchen Forscher nach Möglichkeiten, diese zerstörerischen Prozesse einzudämmen.

Flut an aggressiven Molekülen

Hirak Baku und seine Kollegen vom Paul P. Carbone Comprehensive Cancer Center in Madison haben einen wirksamen Weg gefunden, um die aggressiven Moleküle in der Prostata zu reduzieren. Die Prostata bildet in großer Zahl so genannte Polyamine und gibt sie in die Samenflüssigkeit ab. Wenn diese Moleküle selbst mit Sauerstoff reagieren, erhöhen sie drastisch die freien Radikale in der Prostata, fanden die Forscher heraus.

Höhere Lebenserwartung

Durch einen synthetischen Wirkstoff namens MDL gelang es Hirak Baku und seinem Team, die Oxidation der Polyamine zu verringern. Sie injizierten den Wirkstoff Mäusen, die genetisch darauf programmiert waren, Hodenkrebs zu entwickeln. Die vorbeugende Therapie hatte Erfolg: Die Polyamidoxidation verringerten sich in den Keimdrüsen der Mäuse – und damit auch die freien Radikale. Die Behandlung verzögerte den Ausbruch der Krebserkrankung und steigerte die Lebenserwartung der Tiere. In wiederholten Experimenten lebten 50 bis 60 Prozent der behandelten Mäuse zehn bis zwölf Wochen länger als ihre unbehandelten Artgenossen.

Vorbeugende Maßnahme

Die Forscher hoffen, mit dem Wirkstoff in Zukunft verhindern zu können, dass sich bei Krebspatienten, nach der Bestrahlung erneut Tumoren bilden. „Für Frauen gibt es nach einer Brustkrebsbehandlung verschiedene Medikamente, die die Entstehung neuer Krebsgeschwulste verhindern sollen. Entsprechende Medikamente für Prostatakrebspatienten gibt es bislang noch nicht”, erklärt Studienleiter Hirak Baku. Darüber hinaus wäre denkbar, das Medikament Männern mit einem hohen Risiko für Prostatakrebs zu verordnen und so den Ausbruch der Krankheit von vorneherein zu verzögern oder zu verhindern.

Ihre Ergebnisse präsentierten sie heute auf dem Symposium „Molecular Targets and Cancer Therapeutics” in Prag.
Quelle: focus.msn.de

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