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Schwerin (ddp). Erstmals ist ein künstliches Kiefergelenk bei einem Krebspatienten im Schweriner Helios Klinikum erfolgreich implantiert worden. Es stehe nun zweifelsfrei fest, dass die Operation, die bereits am 6. April vorgenommen wurde, geglückt sei, sagte eine Kliniksprecherin am Donnerstag. Der Körper der Patientin habe den Titanersatz angenommen. Vor drei Jahren wurde bei der 35-jährigen Frau im Unterkiefer im Bereich der rechten Wange ein bösartiger Tumor entdeckt, der nahezu den gesamten Unterkiefer sowie das rechte Kiefergelenk und große Teil der Wange befallen hatte. Um das Gesicht der Patientin wiederherzustellen übertrug der Chefarzt der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Reinhard Bschorer Haut- und Muskelgewebe vom Rücken der Patientin. Der fehlende Kieferknochen wurde durch das Wadenbein ersetzt. Der eingesetzte Knochen trägt acht Zahnimplantate. Für das Kiefergelenk wurde ein Ersatz aus Titan angefertigt, der der Patientin im vergangenen Monat implantiert wurde. Wenn alle Wunden und Schwellungen abgeheilt seien, erfolge der letzte Schritt der Gesichtsrekonstruktion, hieß es weiter. Dann solle die rechte Wange mit dem Eigenfett der Patientin aufgefüllt werden. Wenn alles wie geplant verlauf, könne dies noch im Laufe dieses Jahres geschehen.

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