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Große Teile eine Einkaufszentrums in Kronau wurden in der Nacht auf Donnerstag durch einen Brand völlig zerstört. Einem Großaufgebot der Feuerwehr gelang es jedoch, über die Hälfte des Komplexes vor den Flammen zu schützen.

Kurz nach 1 Uhr war zunächst die Feuerwehr Kronau zu dem Brand in dem rund 2.500 Quadratmeter großen Komplex am Ortseingang gerufen worden. Schon als die ersten Kräfte an der Einsatzstelle eintrafen, standen ein Bekleidungsgeschäft und ein Getränkehandel im mittleren Bereichs des Gebäudes im Vollbrand. Den Feuerwehrleuten schlugen aus den geborstenen Schaufenstern und aus dem Dach meterhohe Flammen entgegen. Das Feuer drohte zudem auf einen angrenzenden Supermarkt und einen Discounter überzugreifen.

Da die beiden Geschäfte, nicht zu retten waren, konzentrierten sich die Einsatzkräfte um Kommandant Bernd Eder zunächst auf eine massive Riegelstellung auf beiden Seiten des betroffenen Bereiches. Hierfür wurde die Feuerwehr Bad Schönborn mit der Drehleiter und weiteren Löschfahrzeugen zur Unterstützung nachgefordert. Zudem wurde wenig später die Abteilung Wiesental der Feuerwehr Waghäusel mit einer zweiten Drehleiter in Marsch gesetzt.

Durch den Einsatz der beiden Wenderohre der Drehleitern, einem Wasserwerfer und einer Vielzahl von Bund C-Strahlroheren gelang es den rund 80 Feuerwehrleuten ein Übergreifen des Brandes zu verhindern. Atemschutzträger verschafften sich zudem gewaltsam Zutritt zu den angrenzenden Geschäften, um dort bei einem Durchdringen der Flammen sofort reagieren zu können. Mit Belüftungsgeräten wurde der Rauch aus dem Gebäude getrieben. Zudem gingen erste Feuerwehrleute auf der Rückseite im Gebäudeinneren gegen das Feuer vor.

Da sich der Brand in der Dachkonstruktion ausgebreitet hatte, musste diese an verschiedenen Stellen mit Spezialsägen geöffnet werden. Obwohl sich das Feuer bereits bis in das Dach über dem Eingangsbereich des Supermarktes vorgefressen hatte, konnte dieser Gebäudeteil durch den gezielten Einsatz der Feuerwehr ebenso wie der Discounter sowie ein Sonnenstudio und ein Lager der Post gehalten werden. Äußerst schwierig gestalteten sich jedoch die Nachlöscharbeiten. Unter dem eingestürzten Dach brannte das Inventar der beiden Läden, die ein starkes Drittel des Gebäudes ausmachten, weiter. Den Flammen war dort nur sehr schwer beizukommen, weshalb das Technische Hilfswerk in Karlsruhe mit schwerem Räumgerät zur Unterstützung angefordert wurde. Mit einem Radlader, der mit einem speziellen Anbaugerät ausgestattet ist, sollten die Trümmer des Daches entfernt und so die Brandnester freigelegt werden.

Erst gegen 4 Uhr konnten die ersten Einsatzkräfte aus dem Geschehen herausgelöst werden. Es ist davon auszugehen, dass sich die Nachlöscharbeiten noch bis in den Vormittag hinziehen. Die Einsatzleitung um Kommandant Eder wurde von Bürgermeister Jürgen Heß und Kreisbrandmeister Thomas Hauck sowie seinem Stellvertreter Klaus Mayer unterstützt.

Neben der Feuerwehr waren unter Führung des Leitenden Notarztes Dr. Richard Spörri und des Organisatorischen Leiters Jürgen Schlindwein fast 20 Helfer der DRK-Bereitschaft Kronau und der Schnelleinsatzgrupe "Nord" vor Ort. Sie versorgen die Einsatzkräfte mit heißen Getränken. Der Rettungsdienst, der mit einem Rettungswagen und einem Notarzt vor Ort war, musste glücklicherweise nicht tätig werden.

Die Polizei, die unter Leitung Revierleiter Gerd Volland mit 18 Beamten im Einsatz war, sperrte die Brandstelle weiträumig ab. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der Schaden am Gebäude und dem Inventar der Geschäfte dürfte die Millionengrenze erreichen.


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