Hamburg (ddp). Viele Kosmetikartikel sind laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel” mit krebserregenden Substanzen belastet. Bei stichprobenartigen Analysen des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit seien in jedem fünften Kosmetikartikel die gefährlichen Nitrosamine gefunden worden, berichtete das Hamburger Magazin am Samstag vorab. Dekorative Produkte wie Wimperntusche und Eyeliner seien gar in 40 Prozent der Fälle beanstandet worden. Wie viele Produkte insgesamt getestet wurden, teilte das Blatt nicht mit. Die krebserregenden Nitrosamine dürfen dem Bericht zufolge nur in «technisch unvermeidbaren Spuren» in Kosmetika enthalten sein. Als kritischer Schwellenwert gelte bereits die Nachweisgrenze von zehn Mikrogramm pro Kilogramm. In die Kosmetikprodukte gelangen die Nitrosamine laut Magazin vor allem durch die unsachgemäße Verwendung von Konservierungsmitteln. Auf dem internationalen Kosmetikmarkt komme es immer wieder vor, dass Importeure über die Nitrosamin-Gefahr nicht aufgeklärt seien, zitierte „Der Spiegel” Gerd Mildau vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe.

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