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Davis (ddp). Eine kohlenhydratarme Ernährung wirkt sich positiv auf die Blutfettwerte und den Cholesterinspiegel aus. Das haben amerikanische Wissenschaftler in einer Studie mit knapp 180 übergewichtigen Männern mittleren Alters beobachtet. Bei den Probanden, die statt der Hälfte ihres Energiebedarfs nur noch ein Viertel mit Kohlenhydraten deckten, zeigte sich bereits nach drei Wochen ein Rückgang der schädlichen Triglyceridwerte und des ungesunden LDL-Cholesterins im Blut. Dieser Effekt war auch dann zu beobachten, wenn die Teilnehmer kein Gewicht verloren, berichten Ronald Krauss vom Oakland Research Institute und seine Kollegen in der Fachzeitschrift „American Journal of Clinical Nutrition” (Bd. 83, S. 1025). Bereits in früheren Studien hatte es Hinweise darauf gegeben, dass eine Ernährung mit einem geringeren Anteil an Zuckern und anderen Kohlenhydraten den Cholesterinspiegel und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv beeinflusst. Allerdings war dort der Kohlenhydratgehalt entweder extrem stark reduziert worden, wie es beispielsweise die so genannte Atkins-Diät vorschreibt, oder die Probanden hatten stark abgenommen - ein Faktor, der wahrscheinlich schon an sich die Blutfettwerte beeinflusst. Um diese beiden Einflüsse zu trennen, entwarfen Krauss und sein Team nun eine mehrstufige Studie: In der ersten, drei Wochen andauernden Phase bekamen die Probanden eine Diät mit Kohlenhydratgehalten von 26, 39 oder 54 Prozent, mit der sie ihr Gewicht ungefähr halten konnten. In der zweiten Stufe wurde die Kalorienanzahl bei gleichbleibendem Kohlenhydratanteil für fünf Wochen deutlich reduziert, und in der dritten Phase wurde der Energiegehalt so eingestellt, dass das erreichte Gewicht konstant blieb. Während aller Phasen bestimmten die Forscher immer wieder die Blutwerte der Probanden und überwachten Gewicht sowie den Diätplan. Nach der ersten Phase beobachteten die Forscher bei den Teilnehmern mit dem geringsten Kohlenhydratanteil in der Nahrung eine deutlich stärkere Reduktion der schädlichen Blutfette als in der Gruppe mit dem höchsten Kohlenhydratgehalt. Das war unabhängig davon, wie hoch der Anteil an gesättigten Fetten in der Diät der Probanden war. Diese Fettart gilt ebenfalls als Risikofaktor für hohe Cholesterinwerte. Nach der zweiten Stufe, die eine deutliche Gewichtsabnahme bei allen Probanden einschloss, war der positive Effekt des geringeren Kohlenhydratgehaltes allerdings nicht mehr nachweisbar, schreiben die Forscher. Demnach beeinflussen sowohl eine moderate Kohlenhydratreduzierung als auch ein deutlicher Gewichtsverlust die Blutfettwerte, ohne dass sich die positiven Effekte jedoch kombinieren lassen. Wer es also nicht schafft, sein Gewicht zu senken, sollte sich von einem Fachmann einen Diätplan mit einem reduzierten Kohlenhydratgehalt aufstellen lassen, empfehlen die Forscher. Extreme Vorschriften wie bei einigen Diäten seien dagegen wegen der möglichen Gesundheitsrisiken nicht zu empfehlen.

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