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Grado (ddp). Ein neuer Kaugummi verleiht nicht nur einen guten Atem, sondern soll auch vor Krebs in Speiseröhre und Magen schützen. Dafür sorgt die im Kaugummi enthaltene Aminosäure Cystein, welche die beim Rauchen oder bei Alkoholgenuss entstehende krebserregende Substanz Acetaldehyd unschädlich macht. Die Idee, die Entstehung von Krebs im oberen Verdauungstrakt zu verhindern, stammt von Mikko Salaspuro und Martti Marvola von der Universität von Helsinki. Die finnische Firma „Biohit Oyj”, die das Prinzip weiterentwickelt hat, stellte den Kaugummi nun auf einem internationalen Kongress zum Thema Mundkrebs im italienischen Grado vor. In den Industrieländern werden bis zu 80 Prozent der Fälle von Mund-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs durch Rauchen und den Konsum von Alkohol verursacht. Ein wichtiger Auslöser ist dabei die beim Abbau von Alkohol und bei der Verbrennung von Tabak gebildete Substanz Acetaldehyd. Mit dem Speichel gelangt der krebserregende Stoff dann in den Rachen, in die Speiseröhre und in den Magen. Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass die Aminosäure Cystein Acetaldehyd unschädlich machen kann. Der Verzehr von proteinhaltiger Nahrung oder die Einnahme einer Cysteinpille allerdings kann die Entstehung von Krebs nicht verhindern, da Cystein erst im Dünndarm freigesetzt wird. „Das ist aber zu spät, es muss bereits im Mund oder Magen wirken können”, sagt Salaspuro. Der Forscher entwickelte daher mit seinem Kollegen cysteinhaltige Tabletten, welche die Aminosäure langsam freisetzen. Salaspuro und Marvola konnten zeigen, dass die Pillen Acetaldehyd im Mund in eine harmlose Form umwandeln. Das Patent für die erfolgreiche Methode der Wissenschaftler, bösartige Wucherungen im oberen Verdauungstrakt zu verhindern, besitzt die Firma „Biohit Oyj”. Da Acetaldehyd auch gebildet wird, wenn im Mund lebende Mikroorganismen Nahrungsmittel mit einem hohen Zucker- oder Kohlenstoffgehalt abbauen, haben die Finnen nun auch Kaugummis entwickelt, die auf dem gleichen Prinzip beruhen. Zusätzlich zum Kaugummi tüfteln die Forscher zurzeit auch an anderen cysteinhaltigen Präparaten, die Acetaldehyd in Teilen des Verdauungstraktes unschädlich machen. Acetaldehyd sei nur einer von mehreren krebserregenden Inhaltsstoffen im Zigarettenrauch, warnen jedoch Experten. Der Kaugummi könne weder alle Chemikalien bekämpfen, noch den Schaden verhindern, den das Einatmen von Rauch in der Lunge anrichte. Am effizientesten werde Krebs daher verhindert, wenn das Rauchen gänzlich eingestellt würde.

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