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Während bei den Erwachsenen und auch bei älteren Menschen Fitness voll im Trend liegt, werden die Kinder immer träger. Die Konsequenzen sind gravierend: So war z.B. in Baden-Württemberg im Jahr 2002 jeder fünfte bis sechste Schulanfänger übergewichtig und mehr als sechs Prozent der Kinder zeigten grobmotorische Störungen. Zudem hatten 40 Prozent aller Schülerinnen und Schüler Konzentrationsprobleme. Auch die Ergebnisse der PISA-Studie haben deutlich gemacht, dass die Lernerfolge deutscher Schüler im internationalen Vergleich nicht gerade berauschend sind. Die Sportwissenschaftlerin Sabine Kubesch von der psychiatrischen Universitätsklinik Ulm erklärt: "Sport und Bewegung sind wichtig für das Gehirn. Durch Bewegung werden die Nervenzellen vernetzt und Synapsen gebildet, beides ist wichtig für die Entwicklung und Förderung von Intelligenz. Sport steigert somit die Leistungsfähigkeit der Schüler." Bewegung und Aktivität erhöhen die Dopaminausschüttung, wodurch die körperliche Motivation positiv beeinflusst wird. Der Botenstoff Noradrenalin unterstützt die physische und mentale Aktivierung, während Serotonin das Selbstvertrauen erhöht und Angstzustände reduziert. Zudem verbessert Bewegung und Sport die Sauerstoffversorgung des Gehirns, Konzentrations- und Reaktionsvermögen werden dadurch erhöht.

Zahlreiche Wissenschaftler und Mediziner fordern, dass diese Erkenntnisse auch an Schulen berücksichtigt werden. In Modellprojekten, wie z.B. Grundschulen mit sport- und bewegungserzieherischen Schwerpunkt, können die Erfolge vom "Lernen mit Bewegung" immer wieder bestätigt werden. Reiner Buchunterricht und ständige Stillarbeiten sind dagegen für die Lernleistungen nicht gerade förderlich. Und auch die heutige Gehirnforschung bestätigt, dass Lernen umso effektiver geschieht, je mehr Sinneskanäle benutzt werden und je mehr Eigenaktivität der Lernende aufbringen darf. Oft kann bereits durch kleine Änderungen ein Erfolg erzielt werden: Eine Geschichte kann man auch im Gehen vorlesen, ein Gedicht lernt sich leichter, wenn man jede Zeile mit einer passenden Geste verbindet und das Einmaleins kann man auch in Kombination mit Spring- oder Hüpfspielen pauken. Natürlich soll es auch ruhige Phasen am Schreibtisch geben, aber zeitgemäßes Lernen sollte nicht einseitig erfolgen, so die Forderung der Experten. Mehr Sport und Bewegung können entscheidend dazu beitragen, Gewichts- und Wahrnehmungsprobleme sowie motorische Defizite bei Kindern zu vermeiden.

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