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Forscher entdecken, warum psychische Belastungen bei einigen Menschen Herzinfarkte auslösen – und bei anderen nicht. Weitere Informationen:

Stress macht einige Menschen krank, andere dagegen nicht. Worin der Unterschied bestehen könnte, haben Wissenschaftler des University College in London nun erstmals gezeigt.

Im aktuellen US-Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) berichtet das sechsköpfige Team um Andrew Steptoe von seiner Untersuchung an 34 Männern, die einen Herzinfarkt überlebt hatten. 14 der Betroffenen hatten zwei Stunden vor dem Ereignis unter starker emotionaler Belastung gelitten, die übrigen 20 nicht.

Verlangsamter Stressabbau

Um Unterschiede in ihrem Herz-Kreislauf-System zu finden, setzten die Forscher beide Patientengruppen erneut unter Stress. Die Körper der Teilnehmer reagierten tatsächlich unterschiedlich: Der Blutdruck der stressempfindlichen Probanden sank nach der psychischen Belastung weit langsamer ab als der der Vergleichspersonen. Auch hatten sie wesentlich mehr Blutplättchen. Diese bestimmte Art von Immunzellen steht schon länger im Verdacht, an der Verkalkung von Blutgefäßen beteiligt zu sein – und damit das Risiko für eine Herzattacke zu erhöhen. Langfristig könnten die Ergebnisse daher helfen, besonders infarktgefährdete Patienten zu entdecken.

Hochgeschraubte Immunreaktion

Die psychische Belastung aus Angst vor einem Infarkt zu reduzieren, ist allerdings nur das letzte Mittel. Viel besser wäre es, schon früher übermäßigem Stress entgegenzutreten. Denn die Schäden am Herz-Kreislauf-System entstehen langsam. Welche Spuren die Belastung im Körper hinterlässt, haben Forscher der Berliner Universitätsklinik Charité im Jahr 2003 entdeckt.

Sie hatten gesunde Personen untersucht, die kurz vor einem wichtigen Vortrag standen und deshalb äußerst angespannt waren. Diese Anspannung wirkte sich auf ihr Immunsystem aus. Zum einen schüttete der Körper mehr eines Botenstoffs aus, der Immunzellen aktiviert. Zum anderen vermehrten sich auf der Oberfläche der Immunzellen jene Moleküle, mit denen sich die Zellen an die Wand der Blutgefäße anheften – und begünstigten dadurch die Verkalkung der Arterien.

Ein Freibrief zum Faulenzen ist das aber nicht. Denn die Berliner Forscher fanden außerdem, dass nur sehr starker Stress zu dieser Überreaktion des Immunsystems führt – eine geringe Anspannung dagegen nicht.

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