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Stresshormone beschleunigen die Bildung von Ablagerungen und Proteinknäueln im Gehirn, die für Alzheimer typisch sind.

Die Ergebnisse einer US-Studie zeigen, dass Stressmanagement, aber auch der Verzicht auf bestimmte Medikamente, den dramatischen Verfall im Gehirn möglicherweise bremsen könnten.

Für ihren Test untersuchten Frank LaFerla und seine Kollegen von der University of California Jungmäuse mit einer gentechnisch geschaffenen Veranlagung für Alzheimer. Die Forscher verabreichten den Tieren den Wirkstoff Dexamethason, der dem körpereigenen Stresshormon Kortisol gleicht. Dazu wählten die Wissenschaftler eine Dosierung, die jener entspricht, die der menschliche Köper unter Stress ausschüttet.

Plaque und Proteinknäuel

Nach nur sieben Tagen stieg der Spiegel von Beta-Amyloid im Gehirn der Tiere um 60 Prozent an. Dieses Protein bildet Ablagerungen, die so genannten Plaques, die ein typisches Kennzeichen von Alzheimer sind. Außerdem produzierten die Mäuse auch die Tau-Proteine in größerer Zahl. Diese Eiweißstoffe sind ein normaler Bestandteil des Zellskeletts, verknoten sich im Gehirn von Alzheimerpatienten aber zu den für die Krankheit typischen Tangles. Dabei handelt es sich um fadenartige Strukturen, die sich gehäuft in Gehirnregionen der Kranken finden, die für das Gedächtnis und andere intellektuelle Funktionen zuständig sind.

„Bemerkenswerter Effekt”

„Es ist bemerkenswert, dass die Stresshormone in einer so kurzen Zeit einen so großen Effekt hatten”, erklärt Studienautor Frank LaFerla. Obwohl die Forscher bereits größere Mengen von Stresshormonen in Patienten in einem frühen Alzheimerstadium gefunden hätten, konnte die Studie erstmals enthüllen, wie Stresshormone die Entwicklung von Alzheimer direkt beschleunigen.

Die Forscher weisen darauf hin, dass Stressmanagement einen wichtigen Beitrag in der Therapie von Alzheimerpatienten leisten könnte. Darüber hinaus könnten kortisonhaltige Medikamente, wie sie beispielsweise zur Behandlung von Rheuma eingesetzt werden, Alzheimer im Frühstadium möglicherweise dramatisch beschleunigen. Behandelnde Ärzte sollten dies berücksichtigen, wenn sie älteren Patienten Kortison verschreiben.
Quelle: focus.msn.de

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