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Asthmasprays scheinen die Gefahr zu erhöhen, an der verbreiteten Krankheit zu sterben.

Asthmamittel können möglicherweise tödlich sein. Forscher der beiden angesehenen US-Universitäten Stanford und Cornell haben 19 Studien ausgewertet, die das Risiko der Atemwegs-Medikamente an insgesamt 33 826 Patienten untersucht hatten.

Das Ergebnis ist erschreckend: Die weit verbreiteten so genannten Beta-Agonisten erhöhten die Gefahr, an Asthma zu sterben, um das 3,5-fache. Das Risiko, in ein Krankenhaus eingeliefert zu werden, stieg für Anwender um das 2,5-fache. Riskant sind demnach die Medikamente Serevent und Advair des Pharmakonzern GlaxoSmithKline sowie Foradil von Novartis. Die Studie erschien in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Annals of Internal Medicine”.

Vier von fünf Asthma-Tote durch Sprays

Todesfälle sind bei Asthma selten. Innerhalb des Untersuchungszeitraumes von sechs Monaten starben von 33 000 Patienten lediglich 15, die einen der Wirkstoffe genommen hatten. Kritisch sind die Ergebnisse des US-Teams dennoch, weil ausgerechnet die Asthmasprays den Tod herbeigeführt zu haben scheinen: Vier von fünf Todesfälle infolge dieser Krankheit gehen auf sie zurück, schätzen die Forscher um Shelley Salpeter, Medizinerin an der Stanford School of Medicine.

Die Asthma-Medikamente weiten verengte Atemwege von Patienten und lindern damit die Symptome der Krankheit. Betroffene können besser Luft holen. Gleichzeitig scheinen die Sprays den Wissenschaftlern zufolge jedoch die Entzündung in den Bronchien zu verstärken – und damit die eigentliche Ursache der Krankheit zu verschlimmern.

„Wer Asthmasprays benutzt, muss deshalb immer auch Cortikoide einnehmen, die die Entzündung hemmen”, betont Carl-Peter Criée, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Atemwegsliga und Mediziner am Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende. Bei bisherigen Studien starben ihm zufolge immer nur jene Asthmatiker, die ihre Atemwegs-Entzündung nicht behandelt haben.

„Riesige Bedeutung für die Behandlung”

Die aktuelle US-Studie dagegen kommt zu dem Schluss, dass auch diese Maßnahme das Risiko nicht wesentlich verringert. Das Advair-Spray beispielsweise enthalte bereits eine entzündungshemmende Substanz – trotzdem mussten doppelt so viele Asthmatiker ins Krankenhaus eingewiesen werden wie im Rahmen einer Behandlung mit einem entzündungshemmenden Wirkstoff alleine. „Sollten die Ergebnisse einer kritischen Analyse standhalten, hätten sie eine riesige Bedeutung für die Therapie”, meint Carl-Peter Criée. „Wir müssten unsere Behandlungsleitlinien neu schreiben.”
Qulle: focus.msn.de

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