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Frankfurt/Main (ddp). Ein winterlicher Spaziergang kann eine fröstelige Angelegenheit sein. Bei einigen Menschen ist die Kälte sogar deutlich an den Lippen ablesbar - denn die können sich beim Frieren verfärben. Grund dafür ist eine Schutzreaktion. «Wenn es kalt ist, versucht der Körper durch eine schwächere Durchblutung der oberflächlichen und vorstehenden Körperpartien Wärme zu sparen. So beugt er einer Unterkühlung vor», sagt Privatdozent Ralf Brandes vom Institut für Kardiovaskuläre Physiologie am Fachbereich Medizin der Universität Frankfurt am Main. Wird die Durchblutung heruntergefahren, geht gleichzeitig der Sauerstoffgehalt des Gewebes zurück, wodurch dem Blut viel mehr Sauerstoff entnommen wird. «Nur Blut mit viel Sauerstoff ist rot. Sinkt der Gehalt, verfärbt es sich bläulich», betont Brandes. So ist das sauerstoffarme Blut auch der Auslöser der bläulichen Färbung am Mund - denn es schimmert durch die dünne Haut der Lippen. Ein ähnlicher Effekt - der als Zyanose bezeichnet wird - sei bei Kälte zudem an den Fingern und der Nasenspitze zu beobachten, betont der Experte. Um blaue Lippen zu bekommen, muss es nicht einmal extrem kalt sein. Entscheidend ist immer das subjektive Temperaturempfinden. «So kann sogar jemand, der an einem Sommertag aus dem warmen Meer steigt, blaue Lippen bekommen. Die Reaktion hängt nämlich stark vom tatsächlichen Wärmeverlust des Körpers ab», unterstreicht Brandes.

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