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Orkan «Kyrill» fegt über Deutschland
18.01.2007, 17:05
Beitrag: #1
Exclamation Orkan «Kyrill» fegt über Deutschland
Offenbach (dpa) - Windgeschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometern und schwere Sturmfluten: Deutschland steht mit dem Orkan «Kyrill» ein Ausnahmesturm bevor.
In Sturmböen wurden bereits Windgeschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern gemessen. Für ganz Deutschland gilt eine Unwetterwarnung. Der Nordseeküste droht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes eine schwere Sturmflut. Die Lufthansa strich bereits mehrere Flüge. Die Bahn drosselte vorsichtshalber bei den ICEs die Höchstgeschwindigkeit.
DPA
Quelle: http://www.hz-online.de

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18.01.2007, 19:07
Beitrag: #2
RE: Orkan «Kyrill» fegt über Deutschland
...Auch in Baden-Württemberg forderte der Orkan einen Toten. Ein Autofahrer wollte auf der Landstraße von Kirrlach in Richtung Reilingen einem rund 20 Meter hohen umfallenden Baum ausweichen, wie die Polizei in Heidelberg am Donnerstag berichtete. Dabei stieß er mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen. Dessen Fahrer zog sich schwere Verletzungen zu. Auch in Großbritannien und den Niederlanden starben mehrere Menschen bei Autounfällen...

Quelle: http://www.handelsblatt.com

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19.01.2007, 10:17
Beitrag: #3
RE: Orkan «Kyrill» fegt über Deutschland
History Kyrill

Stärkster Orkan seit 1999
[00.47] Der Deutsche Wetterdienst erklärte, "Kyrill" sei der stärkste Orkan seit "Lothar" an Weihnachten 1999 gewesen. Die stärksten Böen wurden auf dem Brocken (198 km/h) sowie auf der Wasserkuppe und dem Fichtelberg (je 172 km/h) gemessen. Nach Mitternacht gaben die Meteorologen vorsichtig Entwarnung. Die erwarteten schweren Überschwemmungen an der Nordseeküste sind ausgeblieben. In der Mitte und im Süden der Republik hielt der Deutsche Wetterdienst die Orkanwarnung allerdings noch teilweise aufrecht.

Lkw-Fahrer sollen Rastplätze aufsuchen
[23.48] Das Landespolizeiamt Schleswig-Holstein hat Lkw-Fahrer aufgerufen, sofort Park- und Rastplätze aufzusuchen und dort während des vorüberziehenden Sturms abzuwarten. Auch die von den Autobahnen entfernter liegenden Autohöfe sollen genutzt werden, da die meisten Rastanlagen nur noch wenig Parkplätze zur Verfügung hätten, hieß es in einer Erklärung.

Glasfassade des Bahnhofs Berlin droht einzustürzen
[23.35] Die Glasfassade des erst vor acht Monaten eröffneten Bahnhofs nahe dem Bundeskanzleramt ist nach ersten Erkenntnissen vom Einsturz bedroht. Der gesamte Hauptbahnhof wurde komplett evakuiert. Zunächst war ein zwei Tonnen schwerer Stahlträger aus 40 Metern Höhe abgestürzt. Der Träger stürze auf eine Treppe und zerstörte diese vollständig. Ein weiterer Stahlträger löste sich später ebenfalls.

Bauteil vom Berliner Hauptbahnhof abgestürzt
[22.46] Der Orkan hat am Berliner Hauptbahnhof einen tonnenschwerer Träger heruntergerissen. Wie die Feuerwehr mitteilte, droht auch ein zweiter, ebenfalls mehrere Tonnen schwerer Stahlträger abzustürzen. Zahlreiche Einsatzwagen und -kräfte seien unterwegs zum Unglücksort am Washingtonplatz. Es ist noch nicht bekannt, ob Menschen verletzt wurden.

Siebtes Todesopfer in Deutschland
[21.31] Das Orkantief "Kyrill" hat allein in Deutschland sieben Menschen das Leben gekostet. Im niedersächsischen Hildesheim wurde ein Auto von einem umstürzenden Baum getroffen, wie die Polizei mitteilte. Dabei starb ein Mann.

Feuerwehrmann von Baum erschlagen
[21.23] Ein Feuerwehrmann starb heute Abend bei einem Sturmeinsatz in Tönisvorst bei Krefeld. Der 39-Jährige wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei von einem entwurzelten Baum erschlagen, als er gemeinsam mit anderen Einsatzkräften versuchte, einen anderen umgestürzten Baum von einer Straße zu räumen.

Stromausfall an der Küste
[21.10] In Finkhaushallig bei Husum an der nordfriesischen Küste sei der Strom kurzzeitig ausgefallen, berichtet Anwohnerin Renate Petersen gegenüber SPIEGEL ONLINE. Gefahr droht dort bisher nicht. Freiwillige Helfer kontrollieren dort die Deiche regelmäßig. Aber: "Es heult und stürmt, dass das Dach knackt".

500 Feuerwehreinsätze in Berlin
[20.54] In Berlin wird der große Sturm erst um Mitternacht erwartet, doch schon jetzt musste die Feuerwehr zu 500 Einsätzen ausrücken. Durch starke Regenfälle gab es 210 Wasserschäden. Bei Windgeschwindigkeiten von 110 km/h entwurzelte Orkantief "Kyrill" rund 170 Bäume. Vor allem im Süden Berlins mussten wegen Überschwemmungen Straßen gesperrt und Busse umgeleitet werden.

Zehntausende ohne Strom
[20.27] Der Stromausfall in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt hält an, teilte das Energieunternehmen envia mit. Rund 52.000 Kunden im Versorgungsgebiet seien um 19 Uhr ohne Strom gewesen. Besonders betroffen sei Sachsen- Anhalt. Es werde mit Hochdruck an der Reparatur der beschädigten Anlagen und Leitungen gearbeitet. Allerdings erschwerten anhaltende Orkanböen und Regenfluten die Arbeiten. Der Stromausfall wurde den Angaben zufolge von Ästen und Bäumen verursacht, die auf Freileitungen gestürzt waren.

Autofahrerin vom Baum erschlagen
[20.10] Durch das Sturmtief "Kyrill" ist in Lippstadt eine 23 Jahre alte Autofahrerin ums Leben gekommen. Laut Polizei war die Frau auf einer Straße unterwegs, als vor ihrem Wagen ein Baum umstürzte und die Fahrbahn blockierte. Als die Lippstädterin ihren Pkw wenden wollte, sei das Auto von einem weiteren umstürzenden Baum getroffen worden. Die junge Frau wurde im Wagen eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr geborgen werden. Sie starb kurze Zeit später im Rettungswagen an der Unfallstelle.

Mann in Sachsen-Anhalt von umstürzender Wand getötet
[19.57] In Groß Rodensleben in Sachsen-Anhalt ist am Abend ein Mann im Sturm gestorben. Er wurde in einer Gaststätte unter einer umstürzenden Wand begraben, teilte die Polizei Halberstadt mit. Drei weitere Männer wurden schwer verletzt.

Bahn stellt wegen "Kyrill" bundesweit Zugverkehr ein
19.30] Die Deutsche Bahn stellt wegen des Orkans "Kyrill" bundesweit den gesamten Zugverkehr ein. Alle Züge werden derzeit in die Bahnhöfe gefahren, sagte ein Sprecher. Wie viele Reisende davon betroffen sind, ist noch unklar.

Stromausfall in mehreren Großstädten
[18.50] In Magdeburg ist der Strom fast im ganzen Stadtgebiet ausgefallen. Davon betroffen seien Haushalte, Verkehrsampeln und Straßenbahnen, hieß es beim Lagedienst der Polizei auf Anfrage. Zu den Ursachen des Stromausfalls in der Landeshauptstadt lagen zunächst keine Angaben vor. Vermutet werden Auswirkungen des Orkantiefs "Kyrill". Auch in Wuppertal in NRW fiel der Strom komplett aus, bestätigte ein Feuerwehr-Sprecher gegenüber SPIEGEL ONLINE. Nach etwa zehn Minuten sei der Strom aber wieder da gewesen. Auch SPIEGEL-ONLINE-Leser aus Duisburg berichten, dass der Strom ausfiel.

Berliner Feuerwehr ruft Ausnahmezustand aus
[18.45] Die Berliner Feuerwehr hat wegen des Unwetters am Donnerstagabend den Ausnahmezustand ausgerufen. Das teilte die Leitstelle mit. Im Süden Berlins seien bereits Windstärken von 110 km/h gemessen worden. Zahlreiche Straßen stehen unter Wasser. Den Angaben zufolge sind bis zu 1500 Kräfte im Einsatz.

Alle Zufahrtsstraßen in den Oberharz gesperrt
[18.35] Orkan "Kyrill" hat im Harz eine Unzahl von Bäumen umgeworfen. Die Einsatzleitung der Polizei ordnete deshalb an, alle Zufahrtsstraßen in den Oberharz zu sperren. Wer dennoch weiter fahre, tue dies auf eigene Gefahr, sagte ein Sprecher. Inzwischen lägen so viele Stämme auf den Fahrbahnen, dass eine Räumung nicht mehr möglich sei. Ein Auto wurde von umstürzenden Fichten begraben. Verletzt wurde dabei jedoch niemand.

Hallig-Bewohner rechnen mit "Land unter"
[18.27] Bei Böen bis zu Windstärke 12 warten die Bewohner der Hallig Nordstrandischmoor darauf, dass das Wasser steigt. "Alles, was wegfliegen kann, haben wir in Sicherheit gebracht, und die Schotten an den Häusern dicht gemacht", berichtet Erk Lorenzen, Lehrer auf der Hallig, gegenüber SPIEGEL ONLINE. "Wir rechnen mit erheblichem 'Land unter'." Ab etwa 19 Uhr werde das Wasser wieder steigen. "Kyrill" könnte dafür sorgen, dass es gegen ein Uhr auf bis zu drei Meter über Normal Null steigt.

Berliner Verkehrsbetriebe stellen Verkehr nicht ein
[18.20] Ungeachtet der Sturmwarnung werden die Berliner Verkehrsbetriebe ihren Betrieb nicht um 20.00 Uhr einstellen. S- und U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen fahren weiter, sagte BVG-Sprecher Klaus Wazlak. Er reagierte damit auf eine Äußerung der Vize-Parlamentspräsidentin Karin Seidel-Kalmutzki (SPD), die Sitzung des Abgeordnetenhauses früher zu beenden, unter anderem auch weil die BVG um 20.00 Uhr nicht mehr fahren würde. Wazlak sagte weiter, es müsse aber sicher mit Behinderungen gerechnet werden, weil Bäume auf Gleise und Straßen stürzen könnten.

Mehrere Autobahnstrecken gesperrt
[18.07] "Kyrill" behindert in ganz Deutschland den Verkehr. Folgende Autobahnstrecken wurden mittlerweile gesperrt: die Störbrücke der A 23 (Hamburg-Heide) bei Itzehoe, die Autobahn A46 bei Düsseldorf im Bereich einer Brücke in beiden Richtungen, das Autobahnkreuz Neunkirchen wegen umgestürzter Bäume, ein Teil der sogenannten Thüringen-Autobahn zwischen Gräfenroda und Ilmenau-West, die Autobahn A4 von Chemnitz nach Dresden streckenweise sowie die Fleher Autobahnbrücke auf der A46 bei Düsseldorf.

Fernverkehr komplett lahmgelegt
[17.45] Fatale Sturmschäden: Wegen zahlreicher unbefahrbarer Strecken im Norden und Westen Deutschlands hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr komplett eingestellt. "Wir mussten den Fernverkehr um 17.15 Uhr aus Sicherheitsgründen vorsorglich einstellen", sagte ein Bahn-Sprecher. Dies gelte vorerst auf unbestimmte Zeit, bis sich die Wetterlage gebessert habe. Eine Wiederaufnahme des Betriebes noch am selben Tag sei sehr unwahrscheinlich. Zehntausende Reisende säßen fest. Auch der Verkehr mit den Eurostar-Hochgeschwindigkeitszügen von Frannkreich nach Großbritannien ist zum Erliegen gekommen, teilte die französische Bahngesellschaft SNFC mit. Grund sei eine in der Nähe des nordfranzösischen Dorfes Hondeghem heruntergerissene Oberleitung.

Deutsche Bahn stellt Betrieb in NRW ein
[17.37] "Kyrill" legt den Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen komplett lahm: Die Deutsche Bahn AG hat den gesamten Betrieb in NRW eingestellt. Dies berichtete die Bahn auf ihrer Internetseite bahn.de. Fahrgäste wurden an den Bahnhöfen aufgefordert, die Züge zu verlassen.

Bahn sperrt Fernverkehrsstrecke zwischen Hamburg und Hannover
[17.18] Die Bahn hat am Donnerstagnachmifrttag die Fernverkehrsstrecke zwischen Hamburg und Hannover sperren müssen. Bei Lüneburg sei ein Baum auf die Gleise gestürzt, teilte ein Bahn- Sprecher in Hannover mit. Es sei jedoch kein Zug dagegen gefahren. Die Strecke sei gesperrt worden; Techniker seien vor Ort, um die Gleise wieder frei zu räumen. Außerdem behinderten nach Angaben des Sprechers umgestürzte Bäume den Schienenverkehr auf den Strecken zwischen Bremen und Hannover sowie Bremen und Osnabrück.

Zebras und Giraffen vor Sturm in Sicherheit gebracht
[17.15] Der zoologisch-botanische Garten Wilhelma in Stuttgart hat wegen des aufkommenden Orkans windempfindliche Tiere früher als sonst in ihre Häuser gebracht. Dazu zählen nach Angaben von Pressesprecherin Anja Paumen vor allem Zebras, Antilopen, Wildesel und Giraffen.

Kleinkind von Terrassentür erschlagen
[16.33] In Bayern ist wegen "Kyrill" ein Kleinkind ums Leben gekommen. Das 18 Monate alte Kind wurde am Donnerstag-Nachmittag im Norden Münchens getötet, als eine Terrassentür durch den starken Wind aus der Verankerung riss und auf das Kind stürzte, teilte die Polizei mit. Das Kleinkind wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo es wenig später starb.

Gruner+Jahr schickt Mitarbeiter nach Hause
[16.30] Mitarbeiter des Verlagshauses Gruner+Jahr in Hamburg konnten um 15.30 Uhr - in Abstimmung mit dem Vorgesetzten - die Arbeit für heute beenden, teilte ein Mitarbeiter per Rundmail an alle mit. Man rechne damit, dass der Heimweg in den frühen Abendstunden zunehmend gefährlicher oder erschwert werden könne, hieß es zur Begründung.

Früher Feierabend
[16.12] Die großen deutschen Banken geben ihren Mitarbeitern wegen des Orkans "Kyrill" am Donnerstag die Möglichkeit, vorzeitig Feierabend zu machen. "Mitarbeiter, die dringend nach Hause müssen, können in Absprache mit ihrem Vorgesetzten früher gehen", sagte ein Sprecher der Deutschen Bank auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Auch bei Commerzbank und Dresdner Bank ist es den Angestellten auf Grund der extremen Wetterlage freigestellt worden, frühzeitig Feierabend zu machen.

Arbeitsagenturen schließen eher
[16.15] Die Arbeitsagenturen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben am Donnerstag wegen des schweren Sturms früher geschlossen als sonst. Bereits um 15.30 Uhr konnten die Mitarbeiter den Heimweg antreten, um nicht in Gefahr zu geraten, teilte die Behörde mit. Arbeitslose, die für den späten Nachmittag einen Einladung zu einem Termin bekommen hatten, brauchen keine Nachteile befürchten, sagte ein Sprecherin. Auch in Nordrhein-Westfalen müssen Arbeitssuchende, die wegen des Orkans ihre Termine bei der Arbeitsagentur nicht wahrnehmen können, keine Nachteile befürchten. Die Agenturen für Arbeit in NRW verzichteten am Donnerstag ausnahmsweise auf rechtliche Konsequenzen, teilte ein Sprecher in Düsseldorf mit.

Extreme Unwetterwarnungen
[16.00] Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt wegen des verheerenden Sturms für die Mittelgebirge, Teile der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und das Saarland eine extreme Unwetterwarnung heraus. Für die anderen Regionen galt eine Unwetterwarnung. "Wir befinden uns in einer Größenordnung der Stürme 'Lothar' und 'Anatol'", sagte DWD-Sprecher Uwe Kirsche. Die beiden Stürme waren 1999 über Europa gezogen, damals kamen zahlreiche Menschen ums Leben.

Sturm fegt mit Spitzen-Tempo 191 über Deutschland
[16.00] Am frühen Nachmittag erreichte der Sturm "Kyrill" Windgeschwindigkeiten von mehr als 190 Stundenkilometern: Auf dem 1142 Meter hohen Brocken im Harz wurden laut Wetterdienst Meteomedia Windgeschwindigkeiten von 191 Stundenkilometern gemessen. Diese könnten im Tagesverlauf bis auf 200 Kilometer pro Stunde zunehmen, sagte ein Mitarbeiter der Brockenwarte.

Quelle: http://www.spiegel.de

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